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Meine Freundin, die Missionarin

Dominika Szkatula ist Seelsorgerin im Regenwald. Der Besuch bei ihr ist auch eine Reise in meine Vergangenheit.
von Hildegard Willer vom 05.03.2024
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(Foto: Hildegard Willer)
(Foto: Hildegard Willer)

Willst du nicht als Bürgermeisterin kandidieren? Ich kann den Vize machen«, ruft der Bootsführer Dominika Szkatula scherzhaft zu, als wir im Amazonasdorf Mazan auf die Weiterfahrt warten. Mit Domi, wie sie hier alle nennen, in einem Tuktuk zu fahren ist fast so, wie neben dem Papst im Papamobil zu sitzen: Frauen und Männer nähern sich, um ihr die Hand zu schütteln, Kinder umarmen sie. Die großgewachsene Frau mit der schlohweißen Kurzhaarfrisur war sechs Jahre »Pfarrerin« in Mazan. Aber da die katholische Kirche keine Frauen weiht, nennen sie alle »Hermana«, »Schwester«. Vor 40 Jahren ist Dominika aus Krakau in das peruanische Amazonasgebiet gekommen. Vor 20 Jahren habe ich sie kennengelernt. Seitdem sind wir befreundet. Doch erst jetzt schaffe ich es, sie länger zu begleiten. Es ist auch ein Weg in meine Vergangenheit. Vor 24 Jahren kam ich ebenfalls als Laienmissionarin nach Peru. Heute habe ich nur noch am Rande mit der Kirche zu tun. Dominika ist Missionarin geblieben.

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