»Ein guter Sozialstaat hilft Armen mehr«
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle – ohne Erwerbszwang und ohne das nervtötende Ausfüllen von seitenlangen Formularen, um ein paar Euro Sozialleistungen zu erhalten. Welch ein genialer Gedanke: Den gordischen Knoten des beinahe unübersehbar gewordenen Sozialleistungsgeflechtes durchschlagen und neu anfangen. Und finanzierbar ist es auch noch. Wer sollte etwas gegen diese paradiesische Vision haben? Schaut man sich genauer an, von welchen Voraussetzungen die Vision eines bedingungslosen Grundeinkommens ausgeht, ist jedoch Skepsis angebracht. Gerade was das beschworene Mehr an sozialer Gerechtigkeit angeht.
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Martin Staiger ist Theologe und Sozialarbeiter. Er setzt sich seit Langem für die Benachteiligten ein, unter anderem als Schuldnerberater im Rahmen des Diakonischen Werkes.

