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Gene, Proteine und ein Missverständnis

Richard Powers schrieb einen Roman über »Das größere Glück«. Er ließ sein Genom vollständig entschlüsseln. Nun weiß er, welche Gesundheitsrisiken er besitzt. Aber ist das für ihn tatsächlich ein Glück?
von Brigitte Neumann vom 04.05.2012
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Richard Powers schreibt Romane über Informatik, Neurologie, Mathematik, Genetik oder Physik. 2006 wurde er für seinen Roman »Echo der Erinnerung« mit dem wichtigsten amerikanischen Literaturpreis ausgezeichnet, dem National Book Award. Der Literaturprofessor aus Illinois, USA, gilt als »brainy«. Er ist klug, seine Texte sind anspruchsvoll. Und er ist mutig. Denn der 54-Jährige ist der neunte Mensch, der sein Genom vollständig entschlüsseln ließ. Das heißt, er weiß nun im Detail, welche Gesundheitsrisiken er besitzt. Der Wissenschaftsromancier betrachtete die Entschlüsselung seines Genoms als Recherchemöglichkeit – als Vorarbeit zu seinem bislang letzten, auch auf Deutsch erschienenen Roman »Das größere Glück« (im Original: »Generosity«). Richard Powers schildert darin ein Szenario aus der nahen Zukunft, in dem die Nachricht, eine Frau sei entdeckt worden, die das Glücks-Gen besitze, zu einer medialen und öffentlichen Hysterie führt, die alle Dementis aus dem wissenschaftlichen Lager unter sich begräbt.

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Schlagwort: Glück
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