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Hebe de Bonafini

Argentinien: Die Sprecherin der »Mütter der Plaza de Mayo« trauert um ihre ermordeten Söhne
von Thomas Seiterich vom 13.03.2015
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Von 1976 bis 1983 führt die rechtsnationalistische Militärdiktatur in Argentinien einen massenmörderischen Krieg gegen die eigenen Bürger. Zehntausende verschwinden, werden gefoltert und ermordet. Doch am 30. April 1977 tritt mit leiser Kraft die Macht des Guten auf den Plan. Einige Frauen um Hebe de Bonafini und Azucena Flor aus der kirchlichen Basisgemeinde in Buenos Aires ziehen zum Zeichen ihrer Trauer weiße Kopftücher an. Sie fahren zur Plaza de Mayo, dem zentralen Platz der Republik, wo der Kardinalerzbischof und der Staatspräsident wohnen. Dort ist das Demonstrieren verboten. Deshalb gehen die Frauen ruhigen Schrittes im Kreis: »Wir bleiben immer in Bewegung.«

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