Personen & Konflike
Simon Spengler, bis vor kurzem noch Sekretär der Medienkommission der Schweizerischen Bischofskonferenz, steht auf der Strasse. Spengler und seinem Stellvertreter Marco Schmid wurde aus heiterem Himmel gekündigt, ohne dass die Bischofskonferenz das Gespräch mit ihnen gesucht hätte. Als Grund wird das privatwirtschaftliche Totschlagargument der »Umstrukturierung« angeführt. Es liegt jedoch nahe anzunehmen, dass der offene Kommunikationsstil Spenglers einer nach rechts gerutschten Bischofskonferenz zunehmend missfiel. Aus Protest gegen das Vorgehen der Bischofskonferenz sind zwei weitere Vertreter der Medienkommission zurückgetreten: Werner De Schepper, seit fast zwei Jahren Interimspräsident der Medienkommission und zukünftiger Chefredaktor der Schweizer Illustrierten, und Kommunikationsexperte Othmar Bäriswyl. De Schepper kritisiert die »nicht-christliche Art« von Spenglers Entlassung, die »hinterrücks« geschah. Offenbar habe es Pläne für diesen Schritt gegeben, die Medienkommission sei aber nicht informiert worden. »Es war ein Ränkeschmieden um der eigenen Macht willen«, sagt De Schepper gegenüber kath.ch.
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