Wie bei den Hobbits
Die aus Torf gebauten und mit Grassoden abgedeckten Häuser aus Island erinnern an die Behausungen der Hobbits im Auenland aus dem Film »Der Herr der Ringe«. Die historischen Gebäude wirken wie eine Symbiose aus Menschen und Pflanzen: So lebten dort früher Bäuerinnen und Bauern in nächster Nähe zu ihren Tieren. Die Hausform entwickelte sich durch den Holzmangel auf Island – als die Wikinger die Insel besiedelten, bauten sie ihre gewohnten Langhäuser und verbrauchten dafür große Mengen an Holz. Die Grassodenhäuser waren im ganzen Land verbreitet und wurden bis Mitte des vorigen Jahrhunderts bewohnt. Heute sind sie noch im Heimatmuseum von Skógar zu besichtigen. Dort hat die Fotografin Ridhima Singh sie entdeckt. Mit ihrem Bild ist sie ins diesjährige Finale des angesehenen Wettbewerbs für botanische Fotografie »International Garden Photographer of the Year« gekommen.
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