Leserbrief
Aufregung lohnt nicht
Zu: »Pechfaktor Frau« (3/2025, Seite 44-47)
Die Autorin verzichtet auf den Hinweis, dass Frauen durchschnittlich fünf Jahre länger leben als Männer. Nimmt man dies mit ins Bild, kann wohl nicht alles schlecht sein. Unverzichtbar erscheint ihr indessen der Hinweis auf »patriarchale Traditionen«, die angeblich auch hinter diesem Übel stehen. Vermutlich bin ich einer der wenigen, die nicht gleich verstehen, was damit gemeint ist. Aber die ganze Aufregung lohnt sich ohnehin kaum noch: Schon heute zeichnet sich ab, dass es demnächst wesentlich mehr Ärztinnen als Ärzte geben wird. Dann müssen sich eher die weißen Männer Sorgen machen, wenn sich das Blatt gendersensibel gegen sie wendet.Hans Peter Basler, Frankfurt am Main

