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Singen im Chor
»Viele fühlen sich wie auf ein Podest gehoben«

Obwohl sie dachte, sie könne nicht singen, gründete Lydia Röder einen Chor. Der begleitet Menschen in Übergangsphasen und Krisen.
von Christin Lesker vom 24.03.2026
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Verbindung aufbauen in Schwellenmomenten: der Bardo-Chor im Hospiz. (Foto: epd-bild / Werner Krüper)
Verbindung aufbauen in Schwellenmomenten: der Bardo-Chor im Hospiz. (Foto: epd-bild / Werner Krüper)

Eigentlich wollten wir für sterbende Menschen singen. Etliche Male haben wir das auch gemacht. Immer drei aus unserem Bardo-Chor sind dafür in ein Hospiz oder auf die Palliativstation gegangen. Wir stellten uns um den liegenden Menschen in seinem Bett und sangen Zweizeiler, wiederholten sie mantraartig. Wir singen und summen, mal lauter, mal leiser, mal singt nur eine, dann wieder alle. Mit unserem Gesang weben wir einen Teppich, in den sich der Besungene fallen lassen kann. Wir versuchen dabei, ganz im Moment zu sein. So kommen wir in einen gemeinsamen Rhythmus, verbinden uns miteinander und mit dem Menschen, den wir besingen.

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