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Platzhirsche und Packesel

Wie Machtpolitiker parteiinterne Kritiker an den Rand drängen. Erfahrungen in der grünen Bundestagsfraktion der 1990er-Jahre und Lehren für heute
von Dieter Bricke vom 07.07.2011
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Was dürfen die Staatsbürger von den Parteien erwarten, die da zur Wahl stehen? Im großen Wahljahr 2011 scheint es angebracht, darüber nachzudenken. Nach jahrzehntelanger Mitarbeit bei Sozialdemokraten und Grünen möchte ich die Behauptung aufstellen, dass Parteien Biotope für die Entwicklung eines ganz bestimmten Menschentyps darstellen, des Machtpolitikers nämlich. Für Universitätsabsolventen mit Prädikatsabschluss, Siegermentalität und Machtinstinkt bieten Parteien die Chance, in relativ kurzer Zeit Karriereleitern zu erklettern. Oben angelangt, werden sie von den Medien zu »Alphatieren« ausgerufen. Unter Berücksichtigung der sie antreibenden Hormone sollte man sie besser als »Platzhirsche« bezeichnen. Sie stehen stets in Gefahr, Macht als Droge zu missbrauchen und die Maximierung des eigenen Egos vor die Erfüllung ihres eigentlichen Auftrags zu stellen.

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Schlagwort: Parteien
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