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Streitbar und fromm

Bundestagspräsident Norbert Lammert schützt das »Herz der Demokratie« und übersetzt das Vaterunser
von Eva-Maria Lerch vom 07.07.2011
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»Hier schlägt das Herz der Demokratie oder es schlägt nicht.« Mit diesen Worten trat Norbert Lammert sein Amt an. Was damals, im Oktober 2005, bei der ersten Rede des neuen Bundestagspräsidenten noch eher wie schöne Worte klang, ist inzwischen zu seinem konkreten, ja zuweilen gefürchteten Leitmotiv geworden. Norbert Lammert erweist sich immer wieder als strenger Hüter der Parlamentssouveränität. Er steht mit seiner ganzen Person dafür ein, dass das Herz der Demokratie im Deutschen Bundestag weiter schlagen kann. Wenn es sein muss, auch gegen die Kanzlerin und gegen seine eigene Partei, die CDU. Seit seinem Antritt hat sich der 62-jährige Christdemokrat als streitbarer Kämpfer erwiesen. Er kritisierte öffentlich Angela Merkel, weil sie den Bundestag nur unzureichend über den europäischen Wettbewerbspakt informiert hatte. In der aufgeregten Debatte um die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg versuchte er nicht, den Unionskollegen zu retten, sondern hielt sich schlicht an die Fakten: Die Übernahme von Texten aus dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestags in die Doktorarbeit sei »deprimierend eindeutig«.

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Schlagwort: Demokratie
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