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Erfolgreiche Proteste gegen Siemens

vom 23.03.2018
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Die Proteste gegen die geplanten Massenentlassungen bei Siemens zeigen offenbar Wirkung: Zwar hat die Konzernleitung ihre Ankündigung, weltweit 6900 Arbeitsplätze zu streichen, bisher nicht rückgängig gemacht. Allerdings relativierte Siemens-Chef Joe Kaeser seine Ankündigung, der Abbau der Arbeitsplätze sei alternativlos. So sei die geplante Schließung des Werks in Görlitz nicht vor 2023 zu erwarten, wenn überhaupt: »Was danach ist, müssen wir sehen«, sagte Kaeser. Widerstand gegen die Pläne bekommt die Konzernleitung jedoch nicht »nur« von den Beschäftigten, sondern auch von Investoren. So mahnten Sprecher aller wichtigen Fondsgesellschaften, die bei Siemens investiert haben, Konzernchef Kaeser, »nicht voreilig Standorte zu schließen und den unvermeidbaren Stellenabbau sozialverträglich und im Konsens zu gestalten«. Die zuständige Gewerkschaft IG Metall registrierte die wachsende Zurückhaltung der Konzernführung wohlwollend. Sie will die Proteste allerdings so lange fortsetzen, bis »der geplante Kahlschlag endgültig vom Tisch ist«.

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