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Personen und Konflikte

vom 23.03.2018
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Durs Grünbein, in Dresden aufgewachsener Schriftsteller und Dichter, hat seinem Dresdener Schriftstellerkollegen Uwe Tellkamp vorgeworfen, Verschwörungsfantasien, Islamophobie und diffuse Sozialängste zu schüren. Tellkamp sagte in einer Diskussion mit Grünberg unter anderem, ihm mache es Angst, dass mit dem Islam eine Politik importiert werde, die mit westlichen Werten, speziell dem Rechtssystem, »nicht viel am Hut hat«. Grünbein sagte anschließend der Zeit: »Was wir von Tellkamp zu hören bekamen, ist uns schon seit Jahren von den Teilnehmern an Pegida-Demonstranten bekannt.« Unterstützung erhielt Tellkamp dagegen von der Schriftstellerin Monika Maron. Bis auf dessen Behauptung, dass die meisten Flüchtlinge nur in die Sozialsysteme einwandern wollten, habe sie nichts gefunden, was nicht ohnehin diskutiert werde. »Ich verstehe die Aufregung nicht«, sagte die Autorin dem Deutschlandfunk. Scharf kritisierten Grünbein und Maron den Suhrkamp Verlag, der sich via Twitter von Tellkamp distanzierte. Der Verlag stehe nun »als linksliberaler Spießerverein« da und habe »das Vorurteil von der Gesinnungsdiktatur nur bestätigt«, sagte Grünbein.

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