Unentbehrliche Schafe
Unterstützt von vierzig Schafen haben 300 Schäfer aus ganz Deutschland vor dem Bundeslandwirtschaftministerium in Berlin für die Einführung einer Weidetierprämie demonstriert. Die meisten der rund 980 haupterwerblichen Schäfer kämpften ums nackte Überleben, erklärte der Bundesverband der Berufsschäfer. Zwischen 2010 und 2016 hätten 13 Prozent der Betriebe aufgeben müssen. Der Schafbestand habe sich in dem Zeitraum um 32 Prozent auf heute 1,2 Millionen Schafe reduziert. Wegen der Billigkonkurrenz aus Übersee stünden die Wanderschäfer unter hohem ökonomischem Druck. Eine Weidetierprämie für Schafe und Ziegen sichere nicht nur den Berufsstand, sondern sei eine sinnvolle Investition in den Erhalt wertvoller Grünflächen, die Artenvielfalt und Landschaftsbewahrung. Die Kosten für die Prämie würden sich in Deutschland nach Angaben des WWF auf zwanzig Millionen Euro im Jahr belaufen und könnten aus den Agrarzahlungen der EU gedeckt werden. Eine Petition im Internet wurde bereits von rund 89 000 Menschen unterschrieben.
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