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Katholische Kirche
Im Ruhrbistum dürfen nun Frauen taufen

Eine Ausnahmegenehmigung durchbricht das Privileg von Priestern
vom 25.03.2022
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Mehr Segen: Bischof Overbeck beauftragt Frauen und Männer, die nun die Taufe spenden können (Foto:Nicole Cronauge/Bistum Essen)
Mehr Segen: Bischof Overbeck beauftragt Frauen und Männer, die nun die Taufe spenden können (Foto:Nicole Cronauge/Bistum Essen)

Im Bistum Essen können künftig Laien – und darunter vor allem Frauen – die Taufe spenden. Bischof Franz-Josef Overbeck beauftragte als erster Bischof in Deutschland 17 Pastoral- und Gemeindereferentinnen sowie einen Gemeindereferenten für diese sonst Geistlichen vorbehaltene Aufgabe. Damit reagiere man auf eine seelsorgerlich »schwierige Situation«, die durch die rückläufige Zahl von Diakonen und Priestern entstanden sei, erklärte das Bistum.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 6/2022 vom 25.03.2022, Seite 43
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»Heute haben wir zum einen weniger Priester als früher, zum anderen aber auch ein hohes Bedürfnis der Tauffamilien nach einer möglichst individuellen Begleitung und Gottesdienstgestaltung«, sagte die Leiterin der Abteilung Glaube, Liturgie und Kultur im Bistum Essen, Theresa Kohlmeyer. Die 18 neuen Taufspenderinnen und Taufspender üben ihre neue Aufgabe zunächst auf drei Jahre befristet und im Rahmen einer kirchenrechtlichen Ausnahmegenehmigung aus: Ein Bischof kann demnach andere mit der Taufe beauftragen, wenn ein »ordentlicher Spender nicht anwesend oder verhindert ist«.

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