Weg mit dem Ballast!
Ich verzichte nicht auf mein zweites Cello, nicht auf meine relativ große Wohnung, nicht auf die Hälfte meines Gehaltes, nicht auf diesen oder jenen Genuss. Verzicht leiste ich, wenn jemand ein Bett für die Nacht braucht; wenn eine junge Familie Geld benötigt, um ihre Monatsrate zum Hausbau bezahlen zu können; wenn ein Haftentlassener eine Zugfahrt finanzieren muss; wenn ein ausländischer Geistlicher zur Beerdigung seiner Mutter heimfliegen will. All diese Verzichtsentscheidungen machen mich nicht arm. Sie vermindern kaum meinen gewohnten Lebensstandard. Entschiedenen Verzicht verweigere ich, wenn die Strukturen bestehender Notlagen politisch geändert werden müssen. Aber auch da verzichte ich nicht auf herben politischen Protest!
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