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Leserbrief
Differenz und Identität

vom 23.05.2024
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Zu: »Trinität trifft Postmoderne« (4/2024, Seite 40)

Michael Pflaum verlangt, dass »die Differenz vor der Identität« gedacht wird. Wie kann man Differenz feststellen und Vergleiche anstellen, ohne sich vorher der Identität der so unterschiedenen Sachverhalte bewusst zu sein? Die gleiche Schwierigkeit stellt sich, wenn er behauptet »Ich bin nie der Gleiche und wandle mich ständig in der Zeit«. Wie kann man den eigenen Wandel feststellen, ohne den aktuellen Zustand mit der bis dahin bestehenden Identität vergleichen zu können? Hubert Hausemer, L-Bettembourg

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 6/2024 vom 22.03.2024, Seite 62
Das große Spiel der Hoffnung
Das große Spiel der Hoffnung
Fulbert Steffensky über die anarchische Kraft von Ostern

Ich kann der Trinitätstheologie viel abgewinnen und halte es für fahrlässig, sie der Einfachheit halber, weil sie angeblich zu spekulativ und zu schwer vermittelbar ist, über Bord zu werfen. Damit ginge man hinter den mit ihr verbundenen Quantensprung im Begreifen von Gott, Mensch und Welt zurück und begäbe sich auf die Stufe des puren Monotheismus mit all seinen (Glaubens-)Problemen. Wenn man sich traut, die Enge der dogmentheologischen und zeitbedingten Terminologie zu überschreiten, erkennt man viele Analogien zum modernen und postmodernen Weltverstehen. Bernd Schmidt, Berg

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