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Bibelfrage
Gott und die Berge

Unsere Leserin Helga Lott möchte wissen, warum die Bibel häufig von Gottesbegegnungen auf Bergen spricht. Die Alttestamentlerin Dorothea Erbele-Küster verweist auf Grenzerfahrungen.
vom 28.03.2025
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Mose empfängt die Zehn Gebote am Berg Sinai (Illustration: pa/Artcolor)
Mose empfängt die Zehn Gebote am Berg Sinai (Illustration: pa/Artcolor)

In vielen Kulturen und Religionen gelten Berge als heilige Orte. Sie stechen aus der Landschaft heraus und strecken sich in den Himmel. Berge sind vielfach für Menschen unbewohnbar, häufig gehören sie der Wildnis. Ihnen wohnt eine numinose Kraft inne, die zugleich schaudern lässt und Vertrauen erweckt. Am Gipfel sind die Wetterphänomene oft extrem. Es drohen Gefahren und dennoch bieten sich außergewöhnliche Erfahrungen. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament werden Berge als Orte der Gottesbegegnung beschrieben (etwa im Buch Exodus 3,1; 19; 24,13; im 1. Buch der Könige 19,8; in Psalm 24; im Matthäus-, Lukas- und Johannesevangelium). Gott, der im Himmel droben wohnt – so die Vorstellung –, steigt auf den Berg herab, während Menschen auf denselben hinaufsteigen. Das Exodusbuch beschreibt dies gleich mehrfach. Gott bekräftigt Moses: »Ich bin herabgestiegen, um das Volk herauszuführen aus der Knechtschaft« (Ex 3,8). Auch Jesus nimmt seine Jünger Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit auf einen sehr hohen Berg (Mt 17,1).

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Schlagwörter: Bibel Religion
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