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So ein Lob haben die Langzeitgefangenen in der Justizvollzugsanstalt in Lübeck erstmals wieder in ihrer Schreibwerkstatt gehört
von Peter Brandhorst vom 04.05.2012
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Gerade ist hinter einem wieder eine dieser zentnerschweren Türen dumpf krachend in die Schlösser geschlagen, am anderen Ende des mit Kunstlicht ausgeleuchteten Flures wartet bereits das nächste hellgrau lackierte Bollwerk aus Eisen und Stahl. Wie alle Gefängnisse wirkt auch die Justizvollzugsanstalt Lübeck – ein hinter Mauern und Stacheldraht nach außen abgeriegelter Ort – auf den Besucher wie eine Festung aus ferner Zeit. Etwa 440 Männer leben zurzeit in Schleswig-Holsteins größtem Knast, in einem separaten Trakt weitere rund 40 Frauen. Und wie sonst hinter Gittern auch, darf Leben hier keineswegs mit Wohnen verwechselt werden. Wer an einem solchen Ort feststeckt, hat zuvor gegen gesellschaftliche Normen und Gesetze verstoßen. In Lübeck verbüßen Langzeitgefangene ihre Strafen – wegen Mordes oder Totschlags, dazu kommen die Räuber, Drogendealer und Betrüger.

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