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Sozialprotokoll
»Ich bin gewollt«

Lieselotte Bördner hat sich aus der Depression herausgekämpft. Und ihr Leben ist dadurch reicher geworden
von Helen Knust vom 15.04.2016
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Als mein Vater starb, war ich elf Jahre alt. Seitdem habe ich massive Verlustängste. Richtig umgehauen hat es mich aber viel später, als meine Tochter knapp ein Jahr alt war. Ich hatte mich von meinem Mann getrennt und musste mein Leben mit dem Kind allein auf die Reihe kriegen. Ich hatte einen Nervenzusammenbruch und bin erst in die Psychiatrie gekommen und von dort in eine psychosomatische Klinik. Meine Tochter ist bei ihrer Tagesmutter geblieben. Acht Mal war ich in ihrem Leben in der Klinik. Da kam dieses schlechte Gewissen: Ich war eine Mutter, auf die man sich nicht verlassen konnte. Die immer wieder krank war. Noch heute ist unsere Beziehung sehr kompliziert.

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