Personen und Konflikte
Enoch zu Guttenberg, Waldbesitzer und Ehrenpräsident des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern, ist traurig, dass eine Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen ihn aus Gründen der Meinungsfreiheit fallen gelassen wurde. »Ich hatte mich auf den Gerichtsprozess gefreut«, sagte zu Guttenberg der taz. »Weil dann die Dinge, die ich angesprochen habe, an die Öffentlichkeit gekommen wären.« Guttenberg, einer der Mitbegründer des BUND im Jahr 1975 und 2012 ausgetreten, wirft dem Umweltverband vor, die Windkraft auf windige Weise zu fördern. »Die Zerstörung von Landschaftsschutzgebieten und Naturparks« für Windräder werde vom BUND »nicht nur geduldet, sondern aktiv unterstützt«. Zwanzig Personen aus dem Führungspersonal des BUND arbeiteten für die Windkraftlobby. Der Bund erklärte, dies sein nur bei einer Person »ehrenamtlich« der Fall. Guttenberg legte mit einer Liste von sechzig Personen nach, wobei auch Orts- und Kreisvorstände aufgelistet wurden. BUND-Geschäftsführer Olaf Bandt konterte, Guttenberg versuche »auf aggressive Art, seinen eigenen Anti-Windkraft-Verein zu promoten«.
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