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Im langen Schatten ihrer Eltern

von Anke Lübbert vom 10.04.2020
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Roman. Eine anscheinend perfekte Großfamilie. Eltern, die sich nach vierzig Ehejahren immer noch lieben. Eine weiße Mittelschichtsfamilie in den USA. Was zunächst unspektakulär daherkommt, entpuppt sich als eine kluge, 700 Seiten lange Reflexion darüber, was die Familienkonstellation, in die jemand geboren wird, für das Leben eines Menschen bedeuten kann. Wäre »Der größte Spaß, den wir je hatten« ein Film, er hätte Überlänge und lange, ruhige Einstellungen. Die Autorin Claire Lombardo lässt sich viel Zeit, ihre Leser mit ihren Protagonisten bekannt zu machen. Gerade die Unaufgeregtheit, mit der sie von Marilyn und David Sorensen und ihren vier sehr unterschiedlichen Töchtern erzählt, die Genauigkeit, mit der sie deren Charaktere darstellt, und die Langsamkeit, die sie sich beim Erzählen erlaubt, machen den Reiz dieses Romans aus.

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