Post aus der Gefängniszelle
Internet. »Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie das Gefängnis zum ersten Mal betraten?«, fragt jemand die Gefangenen. »Leer, entmündigt und tot«, antwortet einer, der sich hier den Namen Nitram gegeben hat. »Verloren und hoffnungslos«, schreibt ein Gefangener unter dem Nickname Mütze. Diese Dialoge kann man jetzt auf der Internetseite knastpost lesen. Menschen von »draußen« fragen Inhaftierte der JVA Zeitheim und Chemnitz, ob sie Schuldgefühle haben, wie groß ihre Zelle ist und wie sie sich ihr Leben danach vorstellen. Das Projekt entstand im Kontext der Ausstellung »Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit« im Hygiene-Museum Dresden, das derzeit geschlossen ist. Die »Knastpost« aber bleibt weiter für alle Fragen offen, sie soll Vorurteile abbauen und ein realistisches Bild vom Gefängnis geben.
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