Gottes neue Mieter
Kirchen prägen das Stadtbild. Meist stehen sie an zentralen Plätzen, Blickachsen laufen auf sie zu. Doch das Christentum verliert an Bedeutung, die Kirchen verlieren Mitglieder und die Gebäude ihre Funktion als Gotteshaus. Was tun? Werbefachmann Erik Flügge plädiert für Abriss: »Jeder Schlag der Abrissglocke gegen einen Glockenturm ist ein Geläut, das mir Hoffnung macht.« Denn aus leeren Kirchen wehe der Geist der Depression und behindere kreative Neuanfänge. Man kann aber auch neue Mieter für Gottes Häuser suchen. So bleibt etwas von der Erhabenheit des Raumgefühls für nächste Generationen: Unter dem Dach der Eimsbüttler Betlehemkirche hat sich eine Kita »eingenistet«, in der Gerhard-Uhlhorn-Kirche in Hannover ein Studentenwohnheim und in der Wallonerkirche in Magdeburg ein kleines (beheizbares) Gemeindezentrum.
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