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Kirchenaustritte
Eine Million weniger

Die Kirchenaustritte gehen zwar leicht zurück, doch eine Trendwende ist nicht in Sicht. Erstmals seit Jahren ist die evangelische Kirche wieder stärker betroffen als die katholische.
vom 01.04.2025
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Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland sind auch im vergangenen Jahr deutlich kleiner geworden. Rechnet man zu den Austritten – 322 000 auf katholischer, 345 000 auf evangelischer Seite – die Todesfälle hinzu, ergibt sich ein Mitgliederverlust von mehr als einer Million Menschen. Erstmals seit mehreren Jahren ist die evangelische Kirche wieder stärker von den Austritten betroffen als die katholische. Allerdings hat die Veröffentlichung der Forum-Studie über den Missbrauch in der evangelischen Kirche nicht zu einem sprunghaften Anstieg der Austritte geführt. Zwar liegen die Austrittszahlen 2024 in beiden Kirchen unter dem Niveau des Vorjahrs, in der katholischen Kirche sogar deutlich, doch verharren sie weiterhin im sechsstelligen Bereich. Eine Trendwende ist mittel- und langfristig kaum zu erwarten, denn auch die Zahl der Trauungen und Taufen geht weiter zurück. Lediglich die (relativ geringen) Zahlen der Wiedereintritte stiegen leicht an oder blieben konstant. In Deutschland gehören 19,77 Millionen Menschen der katholischen und 17,98 Millionen der evangelischen Kirche an.

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