Kolumne von Peter Otten
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Ich habe eine Lungenembolie. Für die, die es googeln wollen: Ja, das ist gefährlich. Nicht lebensverändernd, nicht lebensbejahend – einfach nur beschissen. Plötzlich macht die Lunge zu wie ein schlecht gelaunter Domschweizer angesichts einer Horde japanischer Touristen. Und während ich mit schwerem Atem in meinem Krankenhausbett liege, den Blick himmelwärts gerichtet, denke ich nicht etwa: »Ach, das wird mir neue spirituelle Horizonte eröffnen«, sondern: »Wenn ich jetzt abkratze, wer übernimmt dann die Fahrt mit den Kommunionkindern?« Willkommen in der katholischen Hölle. So fühlt es sich an, wenn der eigene Körper die Reißleine zieht, während irgendwo anders Kollegen in einem Zoom-Meeting über spirituelle Resilienz grübeln.
Denn in der Kirche gilt: Wer sich schont, hat den Ernst der Nachfolge n
Peter Otten, geboren 1969, ist Pastoralreferent in St. Agnes, mitten in Köln. Dort lebt er mit seiner Frau und Seelsorgehund Greta. Die Kolumne schreibt er im Wechsel mit Anne Lemhöfer und Fabian Vogt.
