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Arm, afrikanisch – abkassiert

Migranten überweisen viel Geld in ihre Heimat. Und die Banken verdienen mit
von Viola Rüdele vom 19.04.2019
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Ein Sack Mehl zum Brotbacken, ein weiteres Jahr zur Schule gehen, ein Dach über dem Kopf: das ermöglichen Rücküberweisungen von Migranten an ihre Familien in den Herkunftsländern. Hier zählt jeder Euro. Zudem kurbelt das Geld die Wirtschaft an – das bekämpft Fluchtursachen effektiver als jeder Migrationsgipfel. Denn trotz aller Beteuerungen von Politikern, die Situation in den Herkunftsländern verbessern zu wollen, sind die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit letztes Jahr weltweit um fast drei Prozent gesunken. Doch Migranten sind selbst oft die besten Entwicklungshelfer: 470 Milliarden Euro haben sie 2018 in die Heimat überwiesen, so viel wie nie zuvor. Das ist dreimal so viel wie alle Staaten der Welt für Entwicklungshilfe ausgeben. Mit ihren Überweisungen tragen Migranten also dazu bei, dass Menschen in zumeist armen Ländern zuverlässig unterstützt werden – ohne Umweg über Hilfsorganisationen oder korrupte Regierungen. Außerdem kommt das Geld da an, wo es wirklich gebraucht wird, und nicht nur dort, wo die mediale Aufmerksamkeit gerade am größten ist.

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