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Bürgerrechtler nicht vergessen!

Das Virus bremst Proteste weltweit aus – ein Rückschlag für die Zivilgesellschaft
von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 30.04.2020
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13 Monate lang sind die Menschen in Algerien jeden Dienstag und Freitag auf die Straßen gegangen. Sie forderten demokratische Reformen und protestierten gegen Vetternwirtschaft. Sie trotzten Verhaftungen, strömendem Regen, Einschüchterungen. 52 Wochen ohne Unterbrechung. Dann kam Corona – und auf den Straßen herrscht seitdem gähnende Leere. Algerien gilt als das am stärksten von der Pandemie betroffene Land Afrikas. Damit steht auch die Protestbewegung Hirak vor dem Aus. Das algerische Regime nutzt Covid-19 schamlos aus, um Oppositionelle zu verhaften und kritische Medien zu zerschlagen. Im April wurden mehrere Demokratieaktivisten festgenommen, darunter der populäre Linkspolitiker Karim Tabbou. Dass in Europa kaum jemand Notiz davon nimmt, offenbart eine erschreckende Ignoranz.

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