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Wir von der Hallig

vom 30.04.2020
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Die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sind ein extremer Lebensraum: Ihre Bewohner leben mit den Gezeiten und haben stets Vorräte im Haus, falls sie zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten werden. Denn immer wieder werden die winzigen Inseln von Salzwasser überflutet, sodass nur noch die Häuser aus dem Wasser schauen. Tage, an denen die Bewohner weder rausgehen noch ihr Vieh auf die Weide treiben können. Wieso entscheiden sich Menschen dafür, freiwillig in einer solchen Art ständiger Quarantäne zu leben? Es könnte am Wir-Gefühl liegen, legt eine Studie zur Zukunft der Halligen nahe: Die geteilten Erinnerungen an vergangene Sturmfluten, das gemeinsame Überstehen schwieriger Zeiten oder die Sorge um den Anstieg des Meeresspiegels lassen die Menschen zusammenwachsen und prägen ihr Gemeinschaftsgefühl.

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