Grünes Bauhaus für den Klimaschutz
Der Bausektor hat einen enormen Einfluss auf das Klima. Etwa vierzig Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen entstünden durch das Bauen, Betreiben und Abreißen von Gebäuden, sagt Hans Joachim Schellnhuber, Gründer des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er fordert eine radikale Wende beim Gebäudebau. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, und der Architekturprofessorin der Universität Wuppertal, Annette Hillebrandt, hat Schellnhuber eine Initiative mit dem Titel »Bauhaus der Erde« ins Leben gerufen. Die drei fordern unter anderem, Stahlbeton durch organische Baustoffe wie Holz oder Bambus zu ersetzen. So könnten klimaschädliche Emissionen vermieden werden. Damit einhergehen müssten eine nachhaltige Forstwirtschaft und funktionierende Lieferketten für zertifiziertes Holz. Annette Hillebrandt unterstrich bei der Vorstellung der Initiative, dass vorhandene Bauten erhalten werden sollten. Auch das trage zur Senkung der CO2-Emissionen und des Abfallaufkommens bei. Mit jedem Haus müsse der Welt etwas zurückgegeben werden. »Müll – damit meine ich auch CO2 – ist ein Designfehler!«, erklärte die Architekturprofessorin.
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