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Erzbistum Köln
Der heilige Schein

Eine Million Euro für die Schulden eines Priesters: So geht Klerikalismus im Reich der Kardinäle Meisner und Woelki
von Matthias Drobinski vom 28.04.2022
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Mit vollen Händen ausgeben: Eine Million Euro ist im Erzbistum Köln nicht viel Geld (Foto:pa/Berg)
Mit vollen Händen ausgeben: Eine Million Euro ist im Erzbistum Köln nicht viel Geld (Foto:pa/Berg)

Kommt ein überschuldeter Mann zu seinem Arbeitgeber und fragt: Hast du mal ne halbe Million für mich? Bin in Not, musst du verstehen. Klar, sagt der und zahlt, zahlt dann noch einmal 650 000 Euro, weil er übersehen hat, dass bei solchen Transaktionen Steuern fällig werden und Strafen, wenn man diese Steuern nicht zahlt – doof, aber muss ja. Zahlt diskret aus einem Sondervermögen, wäre ja noch schöner, wenn da einer Fragen stellen würde. Absurd? Absurd. Aber so geschehen im katholischen Erzbistum Köln unter den Kardinälen Joachim Meisner und Rainer Maria Woelki, die meinten, so einem Priester aus der Patsche helfen zu müssen. Im Absurden dieser Geschichte offenbart sich das Priester- und Kirchenbild der beiden.

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