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Macron gewinnt Präsidentschaftswahl in Frankreich
Kein Triumph in Paris

Macrons Wiederwahl sorgt für Erleichterung in Europa. Doch dass es so knapp war, ist ein Alarmsignal. Das Zentrum Europas ist zerrissen, gerade jetzt, wo die Bedrohung aus dem Osten so groß ist wie lange nicht.
von Constantin Wißmann vom 25.04.2022
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Emmanuel Macron: Erleichterung nach knappem Sieg. (Foto:pa/ap/Christophe Ena)
Emmanuel Macron: Erleichterung nach knappem Sieg. (Foto:pa/ap/Christophe Ena)

Selbst dem wiedergewählten Präsidenten war nicht nach Feiern zumute. Statt auf einer großen Party wie nach seiner ersten Wahl 2017 zu feiern, zog sich Emmanuel Macron nach diesem Sieg gegen Marine Le Pen zurück auf seinen Landsitz. Erst einmal durchatmen. So ging es auch vielen Europäern, zumindest denen, die die europäische Vereinigung im Prinzip für eine gute Idee halten. Hätte Le Pen gewonnen, würde Europas einzige Atommacht inmitten der größten sicherheitspolitischen Krise des Kontinents seit dem Zweiten Weltkrieg jetzt von einer Frau regiert werden, die: sich für das Ende der deutsch-französischen Zusammenarbeit ausgesprochen hat; die EU rückabwickeln will; Frankreich aus der Kommandostruktur der Nato lösen möchte; von einer Kreml-nahen Bank finanziert wurde; an der Annexion der Krim durch Russland nichts auszusetzen hatte. Kurz: Die EU wäre im Verbund gegen den Aggressor Wladimir Putin eindeutig geschwächt, wäre de facto entscheidungsunfähig.

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