Gottesfragen
Mythos und Geschichte
Unsere Leserinnen Constanze Chiapello und Frohmut Dangel-Hofmann fragten: »Warum findet im Glaubensbekenntnis eine so unbedeutende Gestalt wie Pontius Pilatus solche Aufmerksamkeit?«
Denn wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe«, schreibt der Autor des 2. Petrusbriefes (1,16). Auffällig ist nicht nur sein gepflegtes Griechisch, sondern dass er das Wort »Mythos« benutzt: »Nicht ausgeklügelten Mythen folgend, sondern Augenzeugen sind wir gewesen«, übersetzt das Münchener Neue Testament; drastischer noch Fridolin Stier: »Wir sind nämlich nicht schlau ausgedachten Fabeleien gefolgt, sondern …«
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Joachim Negel, geboren 1962,ist Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Fribourg (Schweiz). Wenn Sie eine Gottesfrage an ihn stellen wollen: [email protected],Betreff: Gottesfragen.
