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Mitgefühl

vom 14.04.2025
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Khaled Barakehs Werkserie »Untitled Images« zeigt weiße Silhouetten von Kriegsopfern. Der deutsch-syrische Künstler schnitt 2014 ihre Körper mit einem Skalpell aus Pressefotos, die den syrischen Bürgerkrieg dokumentierten. Der entstehende Leerraum weckt voyeuristische Neugier und zugleich Mitgefühl – zwei Empfindungen, die auch in der aktuellen Kriegs- und Krisenberichterstattung oft nah beieinanderliegen. Die fehlenden Körper machen die Abwesenheit der Opfer sichtbar und lassen den Verlust spürbar werden. Die Szene erinnert an Maria, die ihren toten Sohn im Arm hält: ein vertrautes Bild und ein kraftvolles Symbol für menschliche Verbundenheit über den Tod hinaus. Wie vielfältig Mitgefühl ist und wie unterschiedlich es künstlerisch Ausdruck findet, zeigt die Ausstellung »Compassion«, die derzeit im Museum am Strom (MAS) in Antwerpen zu sehen ist.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 8/2025 vom 18.04.2025, Seite 2
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Schlagwörter: Ausstellung Künstler
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