Zur mobilen Webseite zurückkehren

Wir bauen Japan wieder auf

Sie sind jung, voller Hoffnung und ziemlich allein: Yoko sammelt Unterschriften gegen den Atomwahn. Itsue spendet Geld. Rika hilft in den Notlagern. Akia ist ratlos? wie so viele Menschen in seinem Alter
von Ursula Richter vom 06.05.2011
Artikel vorlesen lassen

Das »richtige« Verhalten im Falle einer Naturkatastrophe ist in Japan Teil der kulturellen Erziehung. Es ist gleichsam ritualisiert. Wenn der Boden zu beben beginnt, kriecht man unter einen Tisch oder stellt sich unter einen Türrahmen oder läuft so schnell wie möglich aus dem Haus. Dann wartet man ab? und in wenigen Sekunden steht die Erde wieder still. Erleichtert kehrt jeder zum Alltag zurück. »Das kann sich Hunderte Male in einem Jahr wiederholen. Die Erde bebt, wir reagieren, wie wir es gelernt haben, und dann ist der Spuk wieder vorbei«, sagt Hiro, ein junger japanischer Tierarzt aus Fukuoka auf der Insel Kyushu im Südwesten von Japan. Schon im Kindergarten hat Hiro gelernt, sich bei einem Erdbeben angemessen zu verhalten. Auch ein Tsunami, diese schreckliche Riesenwelle, ist Japanern nicht unbekannt. »Wenn die Warnung ertönt, läuft man auf der Stelle los, auf einen höher gelegenen Platz, notfalls klettert man zumindest auf das Dach eines Hauses«, erklärt Hiro.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Schlagwörter: Atomkraft Hilfe Japan
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0