»Beliebig und banal«
Wer Vertreter der Piratenpartei in Parlamenten und Talkrunden sieht, muss nicht erschrecken vor utopischen Forderungen oder provokantem Auftreten. Nein, die Piraten kommen in einer langweilig-wohligen Bürgerlichkeit daher – und ihre Ahnungslosigkeit erregt Mitleid. Auf welches politische Problem sie auch angesprochen werden – sie geben zu, dass sie noch keine Position formuliert haben. Das klingt für viele sympathisch, sollte aber stutzig machen. Wie kommt es, dass eine solche Partei so viel Interesse auf sich zieht?
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Christian Wolff, geboren 1949, studierte evangelische Theologie in Wuppertal und Heidelberg. Seit 1992 ist er Pfarrer an der Thomaskirche zu Leipzig. Wolff engagiert sich zudem als Vorsitzender des »forum thomanum Leipzig«.

