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Gottesfragen
Dem Ewigen geht nichts verloren

Der Theologe Joachim Negel beantwortet Fragen unserer Leserinnen und Leser. Diesmal geht es um die Auferweckung des Fleisches.
vom 21.05.2023
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Man sieht noch die Wunden: Die Auferstehung Christi, gemalt von Matthias Grünewald, auf dem Isenheimer Altar in Colmar (Foto: pa/imagebroker/Martin Jung)
Man sieht noch die Wunden: Die Auferstehung Christi, gemalt von Matthias Grünewald, auf dem Isenheimer Altar in Colmar (Foto: pa/imagebroker/Martin Jung)

Unser Leser Peter Hartig fragt: »Welchen Sinn hat es an die Auferstehung ‘des Leibes’ aller Toten zu glauben, wenn ich weiß, dass der physische Körper sich auflöst, hingegen unsere geistige Existenz keinen Tod erleidet und somit unsterblich ist«

In der Tat: Das christliche Bekenntnis zur Auferstehung nicht nur der Toten (resurrectio mortuorum), sondern drastischer noch zur Auferstehung des Fleisches (resurrectio carnis), wie es im Apostolischen Glaubensbekenntnis heißt, hat zu allen Zeiten skandalisiert. Man höre nur Celsus, einen angesehenen platonischen Philosophen, der in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts heftig gegen die »blödsinnige Lehre« der Christen polemisierte, die an eine »Auferstehung des verfaulten Fleisches« glaubten: »Dass man aus der Erde aufsteigt mit dem gleichen Fleisch wie ehedem: wahrlich eine Hoffnung würdig für Würmer! Welche menschliche Seele könnte wünschen, wieder in einen verfaulten Körper einzugehen? Der Seele kann Gott sehr wohl ein unsterbliches Leben schenken. Aber ein Fleisch unsterblich machen, das voll von Eigenschaften ist, die man dezenterweise nicht einmal nennen möchte, das will Gott nicht und könnte er auch gar nicht.«

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Schlagwörter: Auferstehung Theologie
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