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Im Bilde
Lebendige Lücken in Hamburg

Nach dem Krieg baute man schnell und niedrig. Einige Flachbauten aus dieser Zeit sind noch erhalten. Die Fotografen Peter Bruns und Claas Möller haben sie aufgespürt.
von Birgit-Sara Fabianek vom 11.05.2026
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(Foto: © Peter Bruns und Claas Moeller)
(Foto: © Peter Bruns und Claas Moeller)

Die Kneipe »Zum Silbersack« gibt es seit den 1950er-Jahren. Das eingeschossige Gebäude ist zugekleistert mit Astra-Schildern, Stickern und einer Leuchtfassade. Drum herum: stille Brandmauern, vier Stockwerke, grauer Putz. Nach dem Krieg gab es in Hamburg viel Platz. Man baute schnell, niedrig, provisorisch – gedacht für ein paar Jahre, bis das Geld für etwas Ordentliches da wäre. Das Geld kam. Die Flachbauten blieben. Die Fotografen Peter Bruns und Claas Möller haben sie in ganz Hamburg aufgespürt. Aus ihrer Sicht ist das, was in Häuserreihen wie eine Lücke wirkt, oft das Spannendste. Nun verschwinden die Provisorien, weil ihre Grundstücke mehr hergeben. Was dabei verloren geht, ist schwer zu fassen: Orte, die unfertig wirken und trotzdem funktionieren – eigensinnig, eingeschossig, lebendig. Die Werkserie ist aktuell in der Freelens Galerie Hamburg zu sehen.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 9/2026 vom 15.05.2026, Seite 2
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