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Wer sind wir, wenn wir online sind?

Surfen, mailen, googeln: Das Internet hat den Alltag erobert. Und verändert das Denken
von Teresa Schneider vom 28.07.2011
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Ich starre auf den Computerbildschirm. Eigentlich sollte ich mich auf meinen angefangenen Artikel konzentrieren. Doch das Zerstreuungsangebot des Internets scheint mir im Augenblick weitaus reizvoller: Ich könnte das Netz nach neuen Nachrichten durchforsten, mich von Link zu Link durch das Datendickicht hangeln, Schlagzeilen überfliegen oder mich auf Facebook in eine Flut von Informationen stürzen. Und schon – als hätte der Computer meine Sehnsüchte nach Ablenkung erahnt – poppt rechts unten ein Fenster auf und kündigt mir den Eingang einer E-Mail an. Die Gedanken an den Artikel? Vergessen.

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