Die Nacktheit der Christen

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Herr Halík, Ihr neuestes Buch heißt »Nachtgedanken eines Beichtvaters«. Hat ein Beichtvater besondere Erkenntnisse?
Tomás Halík: Einmal in der Woche, meist mehrere Stunden lang, kommen Menschen zu mir zum Beichtgespräch oder zur geistlichen Beratung. Wenn ich dann spätabends zu Hause bin, bedenke ich noch einmal, was diese Menschen spüren. Dabei zeigt sich eine Art Trend: Vor allem junge Menschen haben nur sehr wenig Vertrauen in das Leben, auch wenig Vertrauen in Institutionen wie die Kirchen. Die meisten leben in einer »postoptimistischen Zeit«. Die großen Versprechen der Moderne, etwa »immer mehr Fortschritt«, gelten für sie nicht mehr. Sie können sich nicht mehr auf einen Fundus von Vertrauen beziehen. Es herrscht eine tiefe geistige Krise. Die Unterhaltungsindustrie b
Theologe und Soziologe. Er leitet die Tschechische Christliche Akademie in Prag und ist Professor für Soziologie an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität. Halík war ein Berater und Freund des verstorbenen tschechischen Präsidenten Václav Havel.
Lesetipp: Tomás Halík: Nachtgedanken eines Beichtvaters - Glaube in Zeiten der Ungewissheit. Herder Verlag. 320 Seiten. 16,99 €
