Personen und Konflikte
Katrin Göring-Eckardt,Präses der Synode derEvangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat die Behauptung des konservativen katholischen Schriftstellers Martin Mosebach, der Protestantismus trage eine Mitschuld am stark verbreiteten Atheismus in Deutschland, als »absurd« zurückgewiesen. Mosebach hatte gesagt, der Protestantismus »mit seinem Hang zur Säkularisierung« habe »fast notwendig zur Schwächung des Glaubens« geführt. Dass durch die Reformation die Menschen mündig geworden seien, habe sie nicht von Gott weggetrieben, aber »vielleicht haben sich tatsächlich mehr Menschen erlaubt zu zweifeln«, erklärte Göring-Eckardt. Gegen Mosebachs These spreche auch, »dass die Menschen in katholisch geprägten Ländern wie Tschechien oder Frankreich dem Gottesglauben im Durchschnitt heute ferner stehen als die Menschen in Gesamtdeutschland«.
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