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Sozialprotokoll
»Diese verdammte Ungewissheit«

Steffen Schnorrenberg (46), Fischer auf Hiddensee, kämpft um seine Existenz
von Anke Lübbert vom 25.05.2018
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Für uns Fischer waren die letzten Jahre hart. Die Quoten, die jedes Jahr von Wissenschaftlern neu festgelegt werden und vorgeben, wie viele Fische von welcher Art wir fangen dürfen, liegt für Dorsch und Hering in diesem Jahr wieder weit unter der vom Vorjahr. Für mich heißt das konkret: 2008 durfte ich noch zehn Tonnen Hering fischen, dieses Jahr sind es gerade noch drei. So kann ich meine Familie nicht ernähren und auch niemanden anstellen, der mit mir rausfährt. Ein großes Problem dieser schwankenden Quoten: diese verdammte Ungewissheit! Wir wissen nie, was nächstes Jahr kommt. Natürlich gibt es Subventionszahlungen. Aber wir sind ja Fischer, wir wollen raus und nicht fürs Nichtstun bezahlt werden.

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