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Streitfragenzur Zukunft
Muss unser Lebensstandard sinken?

Ja, denn unser Wohlstand beruht auf der Plünderung von Natur und künftigen Generationen Dies ist kein Verzicht, sondern die Rückgabe der Beute, die wir uns rücksichtslos angeeignet haben
von Niko Paech vom 25.05.2018
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Die menschliche Zivilisation steht am ökologischen Abgrund. Ein Überlebensprogramm könnte nur darin bestehen, jenen materiellen Wohlstand, der ohne Zerstörung innerhalb irdischer Grenzen verantwortet werden kann, gerecht auf alle Erdbewohner zu verteilen. Schon in seiner Schrift »Zum ewigen Frieden« hatte der Philosoph Immanuel Kant 1795 für ein Weltbürgerrecht plädiert, dessen Übertragung auf die Gegenwart bedeuten könnte, dass Gerechtigkeit nicht zwischen Staaten oder Kontinenten, sondern nur zwischen Menschen zu beschreiben ist. Dann lautet die Frage: Welcher Reichtum kann einem einzelnen Individuum maximal zustehen, ohne dass es sich mehr aneignet, als der (Welt-)Gesellschaft als Ganzes zuträglich sein kann? Ohne Anspruch darauf, den Dschungel zeitgenössischer Gerechtigkeitsdiskurse zu lichten, soll nachfolgend begründet werden, dass eine Obergrenze für die Güterausstattung einzelner Menschen unabdingbar für eine globale nachhaltige Entwicklung ist.

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