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Das Senfkorn von Münster

Die Aktion »Maria 2.0« zeigt die überwältigende spirituelle Kraft von Frauen, die sich nicht mehr hinhalten lassen. Und eine Männerkirche, die am Ende ihrer Argumente ist
von Eva-Maria Lerch vom 24.05.2019
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Jesus hätte vielleicht von einem Senfkorn gesprochen. Denn viel mehr als ein Körnchen trotziger Hoffnung war es nicht, das die fünf Frauen aus einem Lesekreis in Münster da gesät haben. Aus Verzweiflung über eine Kirche, die sie lieben, die sie aber immer wieder enttäuscht, zurückgestoßen und vertröstet hat, beschlossen sie an einem kalten Januarabend, in den Kirchenstreik zu treten. Zum Protest gegen den sexuellen Missbrauch und die Unterdrückung der Frauen in der katholischen Kirche gründeten sie die Aktion »Maria 2.0« und riefen die katholischen Frauen dazu auf, in der zweiten Maiwoche keine Kirche zu betreten und alle Ehrenämter ruhen zu lassen. Anders als die mächtige Institution Kirche hatten die Fünf kein Generalvikariat, keine hauptamtlichen Mitarbeiter, keine Kirchensteuergelder, ja nicht mal eine Adressenkartei.

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