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Moses Mendelssohn
Zuwanderer, Aufklärer, Philosoph

Unbegleiteter minderjähriger Flüchtling und Self-made-Intellektueller: Das Jüdische Museum Berlin schafft in einer Ausstellung neue Zugänge zu Moses Mendelssohn
vom 06.06.2022
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Jüdischer Aufklärer: Porträt Moses Mendelssohns, von Johann Christoph Frisch, Berlin 1783 (Foto: Roman März)
Jüdischer Aufklärer: Porträt Moses Mendelssohns, von Johann Christoph Frisch, Berlin 1783 (Foto: Roman März)

Ausstellung. Wie redet man mit Andersdenkenden? Wie kontert man Fake News? Schwächt Integration die kulturelle Identität? Diese Fragen beschäftigten den deutschen jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn (1729-1786). Das Jüdische Museum Berlin stellt ihn in seiner aktuellen Ausstellung »Wir träumten von nichts als Aufklärung« als Zuwanderer, Aufklärer und Selfmade-Intellektuellen dar. Als gesetzestreuer Jude verband er die Tradition mit den Ideen der Aufklärung, forderte Gleichberechtigung für Juden und uneingeschränkte Gedanken- und Redefreiheit für alle. Indem er die Tora übersetzte, machte er religiöses Wissen allen zugänglich. Die Ausstellung macht deutlich: Seine Ideen zur Gleichberechtigung der Religionen und zu einer pluralen Gesellschaft wirken bis heute. Wer nicht in die Ausstellung gehen kann: Das Museum bietet auf seiner Website einen ausführlichen Einblick in das Leben von Moses Mendelssohn, mit zahlreichen Bildern, gut gegliedert in Lebensabschnitte.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 10/2022 vom 27.05.2022, Seite 55
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