Personen und Konflikte
Valentin Groebner, Historiker und Tourismusforscher in Luzern, beklagt die ausbeuterischen Verhältnisse in der Tourismusbranche. Tourismus schaffe nur wenig nachhaltige Jobs, beruhe auf saisonaler Arbeit zu Niedriglöhnen und komme lediglich den Immobilienbesitzern zugute. »In Rom arbeiten mehr als zwei Drittel der Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe an der italienischen Armutsgrenze oder darunter. Niemand weiß, wie viele Airbnb-Wohnungen es in Rom gibt. Und niemand weiß, wie viele illegal angestellte Putzkräfte die sauber halten.« Tourismus sei »Marktwirtschaft in Extremform«, die attraktive öffentliche Räume oder Natursehenswürdigkeiten, die allen offen stehen, mit schlecht bezahlten Dienstleistungen an eine privilegierte Schicht verkaufe.
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