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Report
Technik pflegt nicht

Kann künstliche Intelligenz das Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahren? Ein Besuch in einer Demenz-WG zeigt: Viele Versprechen erweisen sich als teure Illusion.
von Gunhild Seyfert vom 01.06.2023
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 »Milliarden werden verpulvert«: Computergesteuerte Pflege erweist sich oft als teurer Fehlschlag. (Foto: Imago/imagebroker/Paul Hartl)
»Milliarden werden verpulvert«: Computergesteuerte Pflege erweist sich oft als teurer Fehlschlag. (Foto: Imago/imagebroker/Paul Hartl)

Aufrecht, das graue Haar sorgfältig frisiert, ein fein gezeichnetes Fältchengesicht, so steht Frau Krömer* im großen Wohnzimmer der Pflege-WG; sie blickt verunsichert um sich. Ilona Albin tritt auf sie zu, sagt fröhlich »Guten Morgen«, umarmt die alte Frau und zeigt ihr die große schwarz-weiße Plüschkatze, die sie auf ihrem Arm trägt. »Das ist Mohrle«, sagt Ilona Albin, die Pflegerin. »Mohrle saß draußen vor der Tür, da habe ich sie reingelassen.« Die alte Frau wirkt abwesend. Sie ist demenzkrank, wer sich mit ihr unterhalten will, braucht Geduld. »Sie hatten doch Katzen zu Hause«, fährt Ilona Albin fort, »als Kind auf dem Bauernhof, da hatten Sie auch Katzen.« Frau Krömer wendet ihr Gesicht der Plüschkatze zu. »Wollen Sie Mohrle mal nehmen?« Ein Nicken, sie greift zu – und reißt sofort erschreckt die Augen auf: »Oh, viel zu schwer!« Die altersschwachen Arme können das Plüschtier nicht halten.

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