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Katholische Kirche in China
Vatikan wirbt um Chinas Wohlwollen

Bei einem Kongress in Rom sollen die Beziehungen zwischen der Volksrepublik und dem Papst verbessert werden. Die romtreue Untergrundkirche fühlt sich zunehmend verraten.
vom 27.05.2024
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Zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China gibt es bis heute keine regulären Beziehungen. Ein Geheimabkommen regelt die wichtigsten Fragen, darunter die Besetzung von Bischofsstühlen. Bei diesen hat der Papst kaum Mitsprachemöglichkeiten. Nun sollte ein Kongress in Rom die Beziehungen verbessern. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin betonte vor hochrangigen Vertretern der Volksrepublik die enge Bindung an den Papst. Diese sei wesentlich für die katholische Kirche. Es brauche daher einen direkten Dialog zwischen dem Heiligen Stuhl und den chinesischen Behörden. Ausdrücklich dankte Parolin dem Shanghaier Bischof Joseph Shen Bin für seine Anwesenheit. Der Vorsitzende der – von Rom nicht anerkannten – offiziellen Chinesischen Bischofskonferenz wurde im April 2023 ohne Billigung des Papstes zum Bischof von Shanghai bestellt und erst Monate später von Rom bestätigt. Beobachter werten dies als ein weiteres Entgegenkommen des Vatikans an die Regierung. Der Kölner Sozialethiker Elmar Nass sagte gegenüber der Nachrichtenagentur KNA, es sei erstaunlich, dass solch hochrangige Gespräche überhaupt zustande kämen. Gleichzeitig gebe es eine klare Erwartung der Parteiführung, dass die Bischöfe die Gläubigen zum Patriotismus erzögen und dass Kritik an der Partei unterdrückt werde. Die romtreue Untergrundkirche fühlt sich dagegen vom Vatikan zunehmend verraten.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 10/2024 vom 31.05.2024, Seite 39
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