Finja Miriam Weber
Finja Miriam Weber, Theologiestudentin und Mitglied der Synodalversammlung, hat das römische Bild von Synodalität kritisch hinterfragt. Kurienkardinal Mario Grech hatte Synodalität als »Symphonie« bezeichnet, um das kirchliche Strukturprinzip von Prozessen in einer säkularen Demokratie abzugrenzen. Weber sagte: »Es ist ein schönes Bild vom Orchester, aber wer ist der Dirigent? Wie verteilen wir die Instrumente, wer spielt welches? Darf wirklich jeder oder geben wir vor, dass gewisse Instrumente von nur gewissen Ämtern gespielt werden können? Dann ist es völlig klar, dass ich als Frau nicht jedes Instrument spielen darf – nur weil ich eine Frau bin.« Ob die Welt heute nicht eher Jazz brauche als Symphonie, fragte daraufhin das Publikum. Ja, lächelte Grech dann auch: Die Welt braucht mehr Jazz.
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