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Katholikentag
Vor dem Krieg der Sterne

Milliarden fließen in die Aufrüstung, auf dem Katholikentag scheint das niemanden zu stören. Bei Podiendiskussionen ist man sich weitestgehend einig: Europas Stärke zählt.
von Christoph Fleischmann vom 28.05.2026
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Gegen eine Welt voller Waffen: Junge Menschen protestieren beim Katholikentag (Foto: KNA-Bild/Benedikt Heider)
Gegen eine Welt voller Waffen: Junge Menschen protestieren beim Katholikentag (Foto: KNA-Bild/Benedikt Heider)

Carsten Breuer will sich in den Kopf eines Angreifers reindenken: Was würde ihn abschrecken? Wann würde er sagen: Die Kosten für mich sind zu hoch? Das, so der Generalinspekteur der Bundeswehr, sei das Ziel der Abschreckung. Dass der Kopf des potenziellen Angreifers in Moskau ist, steht für Breuer außer Frage: Auf dem Katholikentagspodium zu Abschreckung und Diplomatie erklärt er dem Publikum die ominöse Zahl 2029, das Jahr, in dem Russland, wie Breuer sagt, mit seinen Aufrüstungsbemühungen so weit sei, einen großen Krieg gegen Europa führen zu können. »Das heißt nicht, dass ein Angriff stattfinden wird.« Aber es sei eine Möglichkeit, auf die man vorbereitet sein müsse: Bis dahin müsse die eigene Abschreckung so gut sein, dass Russland eben nicht auf die Idee komme anzugreifen. Der Applaus zeigte, dass die Angst vor der Möglichkeit bereits verfängt.

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