Lernt der Islam Freiheit?

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Die Auseinandersetzungen zwischen jungen, westlich orientierten Großstadtbewohnern, oppositionellen türkischen Nationalisten und der Polizei im Dienste der islamisch-konservativen Regierung Erdogan haben neben der freiheitlich politischen auch eine stark religiöse Komponente. Wer diese Dimension des Streits übersieht, wird den Konflikt nicht verstehen.
Wer fehlt in den Bürgerdemos? Die Kopftücher und die Vollbärte. Ministerpräsident Erdogans frömmelnde Wählerschaft aus dem aufstrebenden Anatolien, die ihren Glauben gerne öffentlich zeigt – sie bleibt zu Hause. Viele Religiöse verstehen die Welt nicht mehr: Allzu lange hatte sich der islamische Teil der Nation auf fetten Wahlresultaten von rund fünfzig Prozent ausgeruht.
Zwischen den modernen Säkularen, den tradit
Anfang Juni protestierten Bürger gewaltfrei gegen die von der Regierung Erdogan betriebene Zerstörung des siebzig Jahre alten Gezi-Parks. Er liegt gleich neben dem TaksimPlatz in Istanbul, dem Symbolort der laizistischen Türkischen Republik. Alte Bäume sollen für ein Luxus-Ladenzentrum fallen. Die türkische Polizei reagierte, wie so oft, wenn Bürger protestieren, mit massiver Gewalt. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich seither der Bürgeraufstand gegen die religiös-autoritäre türkische Regierung und die vom Machtpolitiker Erdogan betriebene schleichende Islamisierung.
